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... endlich ein richtiger Gipsverband.

Montag, 3. April 2006   -   Beinahe ein Alptraum

Die vergangene Woche brachte eine Menge Veränderungen. Vor allem kann ich momentan nicht Softball spielen. Letzte Woche bei unserem Lebenon Valley Spiel brach ich mir den rechten Unterarm und das Handgelenk.

Das regionale medizinische Versorgungszentrum in Carlisle ist wirklich gut. Das neue Gebäude ist schön, und die Ärzte erkannten, dass sie mich zur weiteren Behandlung besser nach Hause schicken. Ich werde morgen operiert. Ich war froh, dass sie mich nach Hause gehen ließen, weil ich total frustriert war. Es war grauenhaft, aber eine Menge Leute von der Schule haben mich angerufen und mir alles Gute gewünscht. Ich werde am Mittwochabend im College zurück sein, wenn alles gut geht. Dann wird es aber wirklich hart werden. Ich brauche selbst bei den kleinsten täglichen Dingen Hilfe (weil ich Rechtshänder bin). Die Schule hat mir dankenswerter Weise eine Verlängerung auf meine Arbeiten gewährt, und wahrscheinlich kann ich als "behinderte" Schülerin, wenn ich es benötige, Hilfe beim Tippen von Texten oder bei Ähnlichem bekommen. Das Schlimmste ist, dass ich nicht Softball spielen kann. Ich hatte schließlich eine Mannschaft gefunden, in der ich sein wollte und alles endete mit einem Wurf. Das nächste worauf ich mich konzentrieren muss, ist dass es diesem Arm schnellstmöglich besser geht. Die Rehabilitation wird intensiv. Die Trainer werden mich antreiben, sobald ich meinen Gips los bin, und ich werde alles tun, damit ich im Herbst wieder spielen kann.

Dann ist diese Woche auch die Kursauswahl für das nächste Semester. Ich muss mir über meine Zukunft Gedanken machen und welche Kurse mich dorthin bringen werden. Es ist gruselig wenn die Entscheidung wirklich fallen muss, denn ich weiß wirklich nicht, was ich machen will. Für ein mögliches Biochemie-Hauptfach bin ich zu weit zurück. Jeder beginnt mit der Einführung in Biologie und Chemie im ersten College-Jahr und ich werde damit erst im zweiten Jahr beginnen. Daher sieht es nach Chemie, Bio, Mathe und Stufe 200 "intensiv Englisch schreiben" aus.

Ich wünschte wirklich, alles wäre nur ein böser Traum gewesen. Aber hoffentlich überstehe ich mit der Unterstützung des Dickinson Colleges und mit der Hilfe meiner Freunde diesen Alptraum im letzten Monat vor den Schulferien.

Dienstag, 11. April 2006   -   Werde ich Linkshänderin?

Die Rückkehr zur Schule ist wirklich hart gewesen. Überraschend nicht körperlich hart, wie ich erwartete, weil alle meine Freunde und Lehrer sehr hilfsbereit waren. Schließlich habe ich eine volle Schulwoche versäumt, daher muss ich viel nacharbeiten. Das Schlimmste aber ist, dass ich die Unabhängigkeit aufgeben musste, die ich immer hier genossen habe. Am Dickinson College hast du immer Gelegenheit unter Leuten zu sein, aber jeder konzentriert sich auf seinen eigenen Stundenplan und seine Ziele, das Leben wird durch dich und nur dich kontrolliert. Aber jetzt scheint es, dass ich bei allem Hilfe brauche, wie zum Beispiel beim Anziehen, beim Binden meiner Haare zu einem Pferdeschwanz, bei Tragen meines Tabletts in der Cafeteria, beim Schneiden meines Essens - die einfachsten Aufgaben!

Glücklicherweise fühle ich mich viel besser. Ich kann nachts durchschlafen ohne Schmerzen und meine linke Hand ist mittlerweile ziemlich gut im Textmarkieren und Schreiben.

Die Softball Mädchen fegten heute Gettyburg vom Platz, zum ersten Mal seit Gott weiß wann. Ich wünschte, ich hätte mit ihnen auf dem Feld gestanden.

Dienstag, 18. April 2006   -   Finde mich, Liebe, jeden Tag

Letztes Wochenende war ich zu Hause und bekam endlich einen richtigen Gipsverband. Ich kann jetzt tippen, schreiben und tue recht viel, was auch immer ich tun muss. Ich bin wieder unabhängig!

Wir kamen letzte Woche zum Orientierungskurs zusammen. Obwohl es scheint, dass es eine große Belastung werden wird, kann es auch viel Spaß machen. Ich weiß, dass ich einen guten Orientierungskurs letztes Jahr hatte, aber dann kam es sogar besser.

Ich fuhr über Ostern nach Hause, wie die meisten Leute hier, und sah alle meine Freunde. Wir waren zum ersten Mal für dieses Jahr zusammen und hatten eine tolle Zeit. Aufs College zu gehen ist einzigartig, weil man neue Dinge erfährt, aber es ist immer extrem schön, nach Hause zu kommen.

Das Ende des Semesters ist bereits in drei Wochen, jeder hat schon den Sommer im Kopf. Ich habe diese Woche noch immer Massen an Projekten und Tests zu bewältigen. Hoffentlich habe ich bis Ende dieser Woche die Arbeit nachgeholt, die ich versäumt hatte. Aber selbst wenn ich meine, ich hätte alles geschafft, gibt es immer noch viel mehr zu tun.

Dienstag, 25. April 2006   -   Auf Sommer eingestellt!

Die letzten zwei Schulwochen für mich. Ich weiß nicht, warum ich so glücklich bin, aber ich habe keine Schlussexamen mehr! Die vergangene Woche ist verrückt gewesen. Ich habe wirklich hart am Biologie-Text gearbeitet: Die Neuroanatomie der Schwertwal-Kommunikation. Am Donnerstag aß ich mit den Softballmädchen zu Mittag, die ich - so war mein Gefühl - schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte. Mit diesem gebrochenen Arm brauche ich doppelt so lang, um die Arbeit zu erledigen, daher gehe ich kaum zum Training, nur zu den Spielen, wenn ich kann.

Ich freue mich wirklich auf den Sommer. Ich habe so viele Pläne. Ich werde am 6. nach Hause fahren, aber ich muss später für einen Test in dieser Woche noch mal zurückkommen, ich werde dann nur eine Nacht im Dickinson verbringen. Mein Gipsverband wird am 10. abgenommen, und dann besuche ich am 14. für einige Tage einen Freund von der Westchester Sig Ep Gesellschaft in Ocean City, MD. Später in dieser Woche ist die Hochzeit meines Vetters, bei der ich eine Brautjungfer bin. Da werden Kleideranproben, Probeessen und eine Menge Schönheitsaktionen mit den anderen Brautjungfern in der Woche sein. Die nächste große Sache ist das Konzert, und dann Ende Juli gehe ich für zwei Wochen nach Alaska. Daneben werde ich noch Physiotherapie für meinen Arm haben, werde Babysitter für meine Nachbarskinder sein (das sieht so aus, dass ich am Pool liege, während die Jungs Unsinn treiben), und werde hoffentlich irgendwo einen richtigen Job kriegen. Kann ich das alles schaffen? Vermutlich nicht, aber ich bin es gewohnt, alles am Dickinson College zu tun was man später möglicherweise gebrauchen kann!

Sonntag, 7. Mai 2006   -   Auf Wiedersehen für den Moment : (

Die letzten zwei Wochen waren heftig! In der Schule wurde es weniger und bei dem herrlichen Wetter konnte man soviel anderes tun. Seit dem letzten Eintrag habe ich das alles gemacht:

  • Das Wohnheim-Programm, das von unserem RA organisiert wird, bei dem wir lernten, wie man zu "Check On It" tanzt (unser RA ist in einer der Tanzmannschaften hier)
  • Ging zu meinem ersten Jungen Lacrosse-Spiel (es war schrecklich, sie haben sich fast umgebracht!)
  • Grillen auf dem Morgan Feld, in Hülle und Fülle!
  • Tour zur Casa Mani (das beste Kaffeegeschäft in der Stadt) mit Stevie
  • Trout Galerie, um die abschließenden Kunstprojekte zu sehen
  • Grillen am ROTC Haus
  • Third Eye Blind Konzert am Elizabethtown College (große Show!)
  • Mitternacht-Käse-grillen auf dem Hof
  • Fast Food 500 (Wettbewerb zwischen den Vereinigungen mit den größten Mahlzeiten von allen Fast-Food-Restaurants)
  • D-tones Konzert
  • Vortrag über den Cytomegalo-Virus
  • Vortrag über die Neuropsychologie des menschlichen Geistes
  • Grillen auf dem Fußballfeld für Leichtathleten
  • Sitzung des Orientierungskurskommitees (den allgemeinen Film für den Orientierungskurs besprochen, Krach)
  • Pizza bei Georges und Eis bei Masseys
  • Tatkräftig und relaxen auf dem oberen Hof
  • Lacrosse Endspiel in Gettyburg gegen das Washington College (wir verloren, traurig), hielt bei einem Eiscremestand auf dem Weg nach Hause und aß als Abendessen Plätzchen und Sahneeis, Pommes frites und Zwiebelringe
  • Octals Konzert (Comedy und Musik, alles in einem!)
  • Amani Festival auf der Hauptstraße (eines der besten Straßenfeste auf dem ich gewesen bin)
  • Cumberland Drive-in-Kino, um Mission Impossible 3 zu sehen

Darüber hinaus habe ich noch gelernt (deswegen sind wir hier, schätze ich). Eine meiner Mitbewohnerinnen sagte, es sei wie Sommerlager. Diese Woche ist ziemlich ungewöhnlich gewesen, aber es war eine tolle Zeit. Zum Semesterende bei Dickinson haben wir unser Softball-Essen bei Chilies und den Theta Chi Ball am Dienstagabend. Außerdem werde ich für das Bio-Examen lernen und an meinem Text über Frauen-Studien schreiben. Ich fahre am Mittwochmorgen nach Hause und kriege schließlich diesen Gips abgenommen.

Dickinson hat alles, was ich mir wünschte. Ich hatte gute Kurse, eine tolle Zeit und traf die besten Freunde. Ich hätte mir kein besseres erstes Jahr vorstellen können.